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Ich liebe Museen. Sie können mit Hilfe von Räumen Geschichten erzählen, Wahrnehmungsweisen verändern, Träume entfachen. Ihre Methoden sind vielfältig und ihre Möglichkeiten schier unendlich. In den besten Momenten treffen hier sinnliche Wahrnehmung und neues Denken zusammen – dieses „Museumshigh“ ist unvergleichlich.

Meine Liebe ist eine sehr ungeduldige Liebe. Wieso ist das Museum immer noch eine so elitäre Veranstaltung? Warum steht der Besucher, die Besucherin nicht viel mehr im Mittelpunkt? Warum wird von den unendlich vielen Perspektiven, aus denen wir auf die Dinge blicken können, immer nur eine gezeigt?

Meine Liebe ist eine untreue Liebe. Die Theater sind so viel weiter in ihren Initiativen, auf das Publikum zuzugehen. Sie sehen sich so viel stärker als Ort in der Stadtgesellschaft, sie hinterfragen ihre Rolle und ihre Funktion. Hier habe ich Menschen getroffen, die mit ganz hoher Selbstverständlichkeit ihre Mission und ihre Werte vertreten, ganz frei von ironischer Distanz. Ob Theater oder Stadtfeste, ob selbstverwaltete Kunstorte, Bibliotheken oder alternative Bewegungen, ob Popkultur, Gaming oder das Fanwesen – Museen haben viele Chancen, zu lernen.

Kultur-divers heißt für mich, die Institutionen zu öffnen. Nehmen wir das Publikum mit seinem breiten Spektrum an unterschiedlichen Interessen und Kommunikationsformen ernst. Ob man es nun Interkultur, Transkultur, Diversity oder Audience Development nennen möchte, erst eine Vielzahl von Stimmen macht ein Gespräch lebendig.