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Der Ausverkauf der Kunstgeschichte

| 8 Kommentare

Über die Angst, wenn Götter menschlich werden

Das ist der Ausverkauf der Kunstgeschichte“, sagte die alte Dame. Mit Stirnrunzeln stand sie vor einem großen Plakat direkt vorm Osthaus Museum, und schaute hoch. „Ja, das ist der Ausverkauf unserer Klassiker“. Schluck. Empört und auch ein bisschen traurig sah sie zu dem Plakat „Geburt der Venus“ von Botticelli, bei dem die Venus ersetzt war durch einen angezogenen Mann, der lachend in der Muschel stand und an ihrer statt in Botticellis Gemälde posierte. Und sie schüttelte den Kopf.

Neben ihr stand der Mann vom Plakat, und hörte ihr zu.

Es hatte einige Momente gedauert, bis die alte Dame die echte Person neben ihr und die Person auf dem Plakat einander zugeordnet hatte, und nun hatte sie einen Adressaten für ihr Unbehagen. Nun konfrontierte sie ihn, Mr. Venus, mit ihrem Verlustgefühl. Und beide standen da und schauten zum Plakat hoch.

Eine Ausstellung für alle, das war das Ziel, als 24 Exponate ins Museum kamen, welche die bekanntesten Werke aus 500 Jahre Kunstgeschichte als große Fotohintergründe und begehbare Kulissen zeigen. Keine Berührungsängste, hautnah einsteigen in die Werke, kreativ posieren vor einem überdimensionalen Dali oder Picasso, den eigenen Kopf durch ein Loch mit dem Bild von Munchs Schrei stecken, oder bei Banksy einen Gangster spielen. Spaß. Freude. Auf die Menschen zugehen, Schwellen abbauen, einladen. Museum nahbar, Kunst berührbar machen.

Zu einfach wäre es, die Vorbehalte gegenüber solchen neuzeitlichen, partizipativ-bunten Museumspräsentationen wie unserer #participate-Ausstellung als konservativ und stockfischig abzutun. Jaja, die alte Garde wieder, bürgerliche Silver Surfer, Elitenverteidiger, Distinktionsgewinner, ih bah. Denn ich denke, damit täten wir den Bedürfnissen manch Kunstliebhabers Unrecht. Selbstverständlich spielt die Liebe eine Hauptrolle. Liebe zur Schönheit, vielleicht auch das Bedürfnis nach einer stillen Wahrheit jenseits von alltäglichem Zweckdenken, nach etwas, was den Menschen menschlich macht im besten Sinne. Hohe Werte, bedeutsame Tugenden, starke Erzählungen, ausgefeilte Rätsel. All das kann man in der Kunst suchen und finden. All das ist berührend und wertvoll.

Nehme ich wörtlich, was die Dame sagte, dann befürchtet sie einen Ausverkauf der Kunst. Aber was heißt das? Doch eigentlich nur, dass erst einmal jeder ein Stück Kunst kauft. Jeder kann ein Stückchen haben vom Kunstkuchen. Macht das die Kunst schlechter? Und überhaupt, was ist das für eine Idee, ein AUSverkauf? Kann die Kunst denn alle gehen? „Sorry, die Kunst ist heute ausverkauft,wir müssen erst nachbestellen?“ Mit der Kunst ist es wie mit der Liebe und der Musik, wenn man sie teilt, wird sie mehr, nicht weniger. Kunst ist nicht ausverkaufbar, Kunst wächst nach. Kunst kann man nicht besitzen, sie singt am schönsten bei offener Käfigtür.

Was schön und wertvoll ist, sollte für möglichst viele Menschen erreichbar sein. Was ich am meisten bedaure ist, dass ich die Dame nicht direkt ins Museum einladen konnte. Hätte sie selbst erlebt, wie die Besucherinnen und Besucher der Ausstellungseröffnung voller Hingabe die Kunstwerke belebt haben, mit dem eigenen Körper die Kompositionen und Erzählungen der Bilder interpretiert haben, vielleicht hätte sie Lust bekommen, selbst die Kunst zu erobern. Spielend wie die Kinder – Gemeinsamkeit feiernd wie die sich gegenseitig anfeuernden Freundescliquen – den ersten Museumsbesuch stolz zelebrierend wie eine junge Familie mit klitzekleinem Baby – im Rollstuhl die lebendige Atmosphäre einsaugend wie unsere älteste Gästin … Es war toll. Die hohe innere Beteiligung, mit der die Menschen verschiedene Rollen passend zum Bild entworfen haben, war faszinierend mit anzusehen. Intensiver kann man Kunst nicht erleben, als sich selbst mit ihr in einen Bezug zu setzen. Freude und Kreativität sind ansteckend.

Nein, es gibt keinen Grund für Angst, selbst wenn die Götter vom Thron steigen. Und das sind sie längst. Das Museum ist schon lange nicht mehr der einzige Ort, wo Bilder öffentlich verhandelt werden. Je beliebter ein Kunstwerk im Internet ist, je mehr Menschen Bildwitze, Karrikaturen, Memes und persönliche Statusangaben mit ihnen gestalten, umso mehr leben die Kunstwerke. Das schmälert nicht ihre Bedeutung, sondern mehrt sie. Sie wachsen mit den persönlichen Bindungen, die Menschen zu ihnen eingehen. Diese Kunstwerke haben Kriege gesehen, sie haben Ungerechtigkeiten und Missbrauch gesehen, manch eines ist für politische Zwecke reduziert und in Dienst genommen worden. Aber sie sind zu stark. Um Kunst muss man keine Angst haben. Exakt das zeigt diese Ausstellung wie keine andere.

 

Geschrieben zur Eröffnung der Ausstellung #participate – Mach Dich zum Kunstwerk, Osthaus Museum Hagen (22. Januar bis 4. Juni 2017)

Eine öffentliche Führung durch die Ausstellung biete ich am Sonntag, 29. Januar, 11.15 Uhr an.

 

Die Ausstellung auf Facebook, Twitter, Instagram:

#participate

#machdichkunst

Über die Ausstellung auf der Website des Osthaus Museum Hagen

 

8 Kommentare

  1. Eine interessante Debatte, die hier entsteht. Ich finde, es kommt immer auf die Mischung an. Natürlich funktioniert Museumsarbeit nicht ausschließlich mit solchen Ausstellungen. Aber man möchte ja so viele Menschen wie möglich ansprechen, Grenzen überwinden, einen Einstieg bieten zur weiteren Beschäftigung mit Kunst und Kultur. Schön finde ich die Kommentare aus Besuchersicht. Wie fühlt es sich an, selbst Teil eines Kunstwerks zu sein? Eine ganz neue Form des Kunsterlebnisses! Und wunderbar, dass das Osthaus Museum neue Formate ausprobiert – und sseine Erfahrungen im WWW teilt.
    Herzliche Grüße,
    Marlene Hofmann

    • Liebe Marlene Hofmann, vielen Dank für den Kommentar. Ich denke auch, dass ein temporäres Experiment nicht gleich an den Grundfesten des Museums rütteln wird. Vielleicht läßt sich aber Einiges lernen, was später dann auch den „normalen“ Museumsbetrieb zugänglicher für das Publikum macht. „Teil eines Kunstwerks sein“ zu können – damit scheinen wir ein Bedürfnis zu treffen. Welche Wege gibt es, dies dem Publikum auch langfristig oder immer mal wieder zu ermöglichen? Da bleiben wir dran!

  2. liebe melanie redlberger,

    um die kunst machen wir uns keine sorgen, um das osthaus-museum schon. denn mit »solchen neuzeitlichen, partizipativ-bunten museumspräsentationen … wie #participate« verwandeln sie ihre einrichtung von einem ort der kritischen reflexion in ein phantasialand. die besucherzahlen mögen dabei steigen, doch als preis dafür sinkt das niveau der museumsarbeit. und das muss man sich eingestehen.

    wir widersprechen dem ausstellungskonzept und ihrem artikel »der ausverkauf der kunstgeschichte« nicht als alte garde, bürgerliche silver surfer, elitenverteidiger oder distinktionsgewinner, noch nicht einmal als kunstliebhaber. wir widersprechen ihnen als überzeugte modernisten. wir tun das gerade deshalb, weil wir die von ihnen angerissenen probleme im umgang mit dem thema »kunst« ähnlich sehen: »kunst« (was immer der begriff auch beschreiben mag) muss immer teil des gesellschaftlichen lebens und als dieser für alle menschen offen zugänglich und demokratisch verhandelbar sein!

    leider finden wir in #participate keinen ernsthaften lösungsansatz, um einem elitären kunstverständnis, das die gesellschaft in ein »oben« und ein »unten« trennt, entgegenzuwirken. bei #participate wird der museumsbesuch zum spektakulären ereignis, zu dem also, was unserer gesellschaft aus zahlreichen fernsehshows und einkaufszentren bestens bekannt ist. was fehlt, ist die transparenz, die erfahrung, ist das neue, den eigenen horizont erweiternde moment, das in der lage ist, eben diese grenze zwischen »oben« und »unten« zu sprengen. #participate verschweigt, was »kunstwerken« elementar innewohnt: die ringende auseinandersetzung mit der vergangenheit, der gegenwart und der zukunft.

    wir geben ihnen recht, dass das »konventionelle« model der ausstellung ein schwieriges (wenn auch bewährtes) ist, um die komplexität von werken, positionen und der kontexte, in denen sie entstehen, zu vermitteln und dabei gleichzeitig für denkbar viele menschen »attraktiv« zu sein. gerade das macht gute ausstellungen so wertvoll. denn bei der auseinandersetzung mit »kunst« geht es um konzentration, nicht um zerstreuung. das heißt nicht, dass dieser zugang nicht spannend, vielleicht sogar spielerisch gelöst werden kann. aber wenn man im osthaus museum »posieren« ernsthaft als einen akt und ausdruck von kreativität empfindet, fehlt an dieser stelle die phantasie, um solche zugänge erfolgreich nach vorne zu bringen.

    wenn es in der kunst darum geht, »ein bild zu machen«, ist #participate gemeinsam mit selfie-sticks und instagram nicht nur auf dem richtigen weg, sondern auf der richtigen autobahn. allerdings geht es in der kunst aus unserer sicht um ganz anderes. »ich will keine kunst für wenige, genausowenig wie bildung für wenige oder freiheit für wenige« schrieb william morris 1877 in »die geringeren künste«. die forderung nach einem durch und durch demokratischen verständnis von »kunst« ist also nicht neu, sondern modern, und wenn man ernsthaft für das moderne streitet, darf man nicht an der oberfläche halt machen. auch im museum kann man aneignung nicht im flüchtigen konsum bekannter bilder finden, und wirkliche teilhabe nicht im sich-dazu-stellen. wenn es doch nur so einfach wäre …

    mit besten grüßen aus wehringhausen
    a design collective

    • Lieber Flo Bacchus, liebes a design collective,
      erst einmal und ganz ohne Schmäh: vielen Dank für den Diskussionsbeitrag. Ich freue mich sehr, dass Sie sich so engagiert mit unserem Angebot auseinandersetzen – und zwar argumentativ, und nicht nur polemisch. Das ist alles andere als selbstverständlich und in einem gewissen Sinne verstehe ich das auch als Kompliment an die Institution Museum generell, dass Ansprüche gestellt werden und über die Sinnhaftigkeit solcher Aktionen Meinungen formuliert werden.

      Da ich auch persönlich angesprochen wurde, möchte ich auch gern auf dieser Ebene antworten. Ich selbst war anfangs skeptisch gegenüber dieser Ausstellung – davon können das Osthaus Team und auch unsere Gesprächspartner ein Lied singen 🙂 Gerade aus dieser Skepsis entstand dann der Enthusiasmus, mit dem ich den Blogartikel verfasst habe. Was hatte sich geändert? Zu den Fotokulissen waren die Menschen hinzugekommen. Manche anfangs sehr zögerlich und voller Ehrfurcht, manche auch völlig hemmungsfrei und mit einer Selbstverständlichkeit im Umgang mit den „Ikonen“, die mich verblüffte. Es hat mich überrascht zu sehen, wie viel Freude die Besucher hatten und wie sie in Austausch miteinander gekommen sind. Denn tatsächlich wird viel gesprochen in dieser Ausstellung. Und zwar auch über Kunst! Die Menschen haben eine tiefe Zuneigung zu den Werken und äußern diese auf ihre eigene Weise. Das habe ich in dieser ungefilterten Form noch in keiner anderen Ausstellung erlebt.
      Nun aber zu den in Ihrem Beitrag geäußerten Bedenken:
      1. Wir würden unsere Einrichtung von einem Ort der kritischen Reflexion in ein Phantasialand verwandeln. Das Niveau der Museumsarbeit sinke dabei.
      Man kann das Museum als Ort der kritischen Reflexion sehen, als Ort an dem sich gesellschaftliche Diskurse abbilden und sogar verhandelbar werden, für Andere ist es ein sozialer Marktplatz, ein Kulturforum für alle, oder sogar ein Ort der für das Gemeinwesen identitätsbildend wirkt, wiederum Andere sehen darin vor allem eine Bildungsinstitution, die gesellschaftlich sanktionierte Inhalte oktroyiert oder vielleicht doch Bildung als Ermächtigung zum Hinterfragen überkommener Narrationen versteht, man kann ebenso behaupten, das Museum ist ein Ort der herrschende Machtverhältnisse abbildet und verstärkt, und für manch kritischen Zeitgenossen ist das Museum nicht mehr als der verlängerte Arm des Kunstmarktes. Aus dem Topf der Definitionen greife man sich heraus was man will – es wäre schade, das Museum nur auf eine Funktion zu beschränken. Museen sind im Wandel, und das ist gut so. Dennoch: ein fundamentaler Aspekt des Museums ist der der sinnlichen Erfahrung. Die kommt mir zu kurz, wenn das Museum als „Ort kritischer Reflexion“ verstanden wird. Ich glaube ich liege nicht falsch wenn ich behaupte dass das Osthaus Museum in den letzten Jahren das Kunstwerk als solches und die persönliche, auch sinnliche Begegnung damit an die erste Stelle gesetzt, und eben nicht dem intellektuellen Diskurs darüber das Primat gegeben hat. Dieser kann, darf und soll sich anschließen. So habe ich es zumindest verstanden. Und natürlich ist gerade bei so einer Ausstellung wie #participate kritische Reflexion möglich – fordert sie nicht sogar mehr dazu heraus als arrivierte Großformate die z.B. das x-Mal die Impressionisten abfeiern? Das Niveau der Museumsarbeit sinkt, wenn man keine Experimente wagt. Bei dieser Ausstellung, die ja deutlich als museumspädagogische Präsentation gekennzeichnet ist, steht die Vermittlungsarbeit vor neuen Herausforderungen. Ich bin sehr, sehr neugierig auf die erste öffentliche Führung am Sonntag und hoffe auch da auf rege Diskussion 🙂
      Das Phantasialand habe ich übrigens als Kind geliebt. Ich habe es als freundlichen Ort in Erinnerung, an dem die Bedürfnisse von Besucherinnen und Besuchern berücksichtigt werden, an dem man sich willkommen fühlen kann und der Spaß und gemeinsames Erleben für die ganze Familie bietet. Gibt es einen Weg, diese positiven Eigenschaften auch als Museum zu bieten, oder heißt das automatisch, dass die Inhalte zu kurz kommen? Eine Frage, mit der ich mich seit Jahren herumschlage 😉
      2. Sie vermissen bei #participate die Überwindung der Trennung zwischen »oben« und »unten«, das den den eigenen Horizont erweiternde Moment. #participate verschweige die »Kunstwerken« elementar innewohnende ringende Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft.
      Wie der Besucher, die Besucherin Kunst verarbeitet, liegt in dessen Möglichkeit. Das restliche Osthaus Museum ist geblieben, wie es war, und es liegt eine unglaubliche Chance darin, dass die Besucher beide Formen von Ausstellung am gleichen Ort erleben können. Und sich ein eigenes Bild machen. Bei #participate liegt das offene, grenzensprengende ja darin, dass die Kunst berührbar wird. Das man keine Fachkenntnis braucht, um ein Teil von ihr zu werden. Das ist die übereinstimmend kommunizierte Reaktion vieler unserer Museumsgäste: Sie fühlen sich als Teil von etwas. Ich setze dazu: Manchmal als Fan und/ oder Kenner, manchmal auch als Teil von etwas, was ihnen vordem eher äußerlich oder ganz unbekannt war. Wie auch immer: Sie interpretieren selbst. Und hier dürfen sie das, ohne dass ihnen jemand vorschreibt, wie der richtige Umgang mit Kunst zu sein hat. Keiner weiß es besser als der oder die, die dort gerade steht. Natürlich lesen viele auch die Schildchen, wollen mehr wissen über das Werk. Und die emotionale Bindung, die hier entstehen kann, die kann natürlich auch weiter führen, zu einer Auseinandersetzung mit dem Künstler und meinetwegen auch seinem „Ringen“. Es ist die Entscheidung des Besuchers, der Besucherin, wo und wie tief er einsteigt. Wie gesagt: ich habe gelernt, den Menschen dahingehend zu vertrauen.
      3. Aber wenn man im Osthaus Museum »posieren« ernsthaft als einen Akt und Ausdruck von Kreativität empfände, fehle an dieser Stelle die Phantasie, um solche Zugänge erfolgreich nach vorne zu bringen.
      Da sind wir dann einfach mal unterschiedlicher Meinung. Wollen Sie einmal zu Besuch kommen und ausprobieren, ob Posieren für Sie ein Ausdruck und Akt von Kreativität sein kann? Ich denke: man zeigt nicht sein alltägliches Ich, sondern seine Reaktion auf das Umfeld. Man schlüpft in Rollen. Man probiert sich aus. Und auch das Selfie ist ein kreativer Akt. Es folgt dem Wunsch, ein digitales Selbst zu erschaffen. Ein Selfie dreht sich eben nicht nur um sich selbst, sondern ist eine Art, Beziehungen zu bestärken. Selbstporträts werden erst zu Selfies, wenn sie in den Social Media veröffentlicht werden: Aus dem „ich“ wird so ein „ich in Bezug zu anderen“, und im besten Fall ein „wir“. Und ein Gespräch. In diesem Sinne bestärke ich gern noch einmal einen Satz, den ich für sehr wichtig halte für die Beurteilung der ganzen Idee: die Ausstellung vollendet sich erst in den Beiträgen der Besucherinnen und Besucher.

      Einen Nachtrag habe ich auch noch. Zu der Geschichte mit der alten Dame vorm Ausstellungsplakat. Inzwischen hörte ich, dass sie doch ins Museum kam und an der Ausstellungseröffnung teilnahm. Irgendwann im Laufe des Abends sprach sie den Mann an, der für das „Venus“-Plakat posiert hatte. Und sagte: „Hätte ich das gewusst, hätte ich mich mit Ihnen zusammen fotografieren lassen.“ :-))))))

  3. Wir waren am Sonntag in der Ausstellung und uns hat diese Art der Berührung mit der Kunst sehr gut gefallen. Kunst, die Entstehung, hat immer eine Geschichte und jede Geschichte hat auch etwas mit uns zu tun. Die Gedanken, während ich mich, die ich ja eigentlich nichts mit dem Kunstwerk zu tun hat, versuche, mich in das Bild zu integrieren, hat etwas Besonderes, alleine schon die Hemmschwelle zu überwältigen und sich dann einzufügen. Bei einigen Objekten fällt es einem leichter bei anderen weniger und da gibt es welche, da habe ich mich nicht wohl gefühlt. Aber genau das ist es doch was Kunst ansprechen soll, es geht um Gefühle und die Art wie wir damit umgehen. Der Künstler will uns mit seinen Werken etwas sagen und wir können mit unserer Gestik, Mimik antworten. Mir hat diese Form der Ausstellung sehr gut gefallen.

    • Liebe Susanne Pompe, herzlichen Dank für diesen Rückmeldung. Und: der Aspekt ob man sich wohl fühlt „in“ einem Werk oder nicht, ist tatsächlich ein sehr interessanter Ansatz und eine schöne Inspiration auch für die weiterführende museumspädagogische Arbeit!

  4. Klug formuliert! und auf den Punkt gebracht: „Um Kunst muss man keine Angst haben“

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