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Zu Hilfe, ein Stöckchen – Antworten auf das #Btstöckchen zum Thema Twitter

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Man hat mich mit einem #Btstöckchen beworfen! Im letzten Moment hab ich es aufgefangen – zu irgendwas muss es ja gut sein, dass ich mal zwei Sommer lang jonglieren geübt habe – die Reflexe bleiben 😉
Diese Stöckchengeschichte funktioniert allerdings eher wie ein Staffellauf, und da war ich immer grottenschlecht. Es sind neun Fragen zur eigenen Arbeitsweise, die wie ein Staffelholz von Person zu Person weitergegeben werden. Also schnell beantworten, und dann das glitschige, anstrengende Ding weiterreichen…

1.)    Wer bist Du auf Twitter? Seit wann bist Du auf Twitter? Nutzt Du Twitter vorwiegend privat und/ oder beruflich?

Ich bin als @kultur_divers seit acht Monaten auf Twitter unterwegs, ebenso lange betreibe ich den Blog www.kultur-divers.de. Als Museumsmitarbeiterin und Kulturwissenschaftlerin trenne ich Berufliches und Privates wenig und arbeite daran, für das Museum und einige kommunale Kulturangebote ebenfalls Social Media-Accounts einzurichten. Bislang bin ich aber ausschließlich privat auf twitter und Blog unterwegs. Der Vorteil dabei ist, dass ich mein Interesse an Interkultur, Diversity und generell kritische und politische Sichtweisen einfließen lassen kann.

2.)    Zu welchen Themen veröffentlichst Du Deine Tweets?

Mir gehts um die Frage, wie Kulturinstitutionen heute für mehr Menschen relevant sein können – nicht nur für ein akademisch gebildetes Publikum, sondern für größere Zielgruppen, für die eigene Stadtgesellschaft, für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, für verschiedene Gesellschaftsschichten. Da sehe ich die Aufgabe mehr bei den Institutionen selbst, und weniger beim potentiellen Publikum. Natürlich versuche ich, meine Blogartikel und ein kürzlich erschienenes Buch zu Interkulturellem Audience Development, an dem ich mitgearbeitet habe, über Twitter zu pushen, aber eben auch Öffentlichkeit herzustellen für interessante Projekte und Gedanken von Anderen, die ich dann retweete. Was mich wirklich begeistert ist es, wenn vermeintlich Selbstverständliches hinterfragt wird – dafür ist Twitter ideal.

3.)    Wie viel Zeit pro Woche nimmst Du Dir für Twitter?

Ca. 3 Stunden

4.)    Auf welchen weiteren Social Media-Kanälen bist Du aktiv?

In dem Blog www.kultur-divers.de und – mit gemischten Gefühlen – auf facebook. Xing läuft eher stiefmütterlich behandelt nebenher, google+ fällt leider immer von der Schreibtischkante, wenn das nächste größere Projekt dort aufschlägt.

5.)    Welche Position nimmt Twitter für Deine Kommunikation in all Deinen Social Media-Kanälen ein?

Twitter ist das Herzstück, weil ich hier Neues erfahre und über den eigenen Tellerrand gucken kann, während ich auf Facebook gefühlt eher in der eigenen Suppe schwimme. Das kann auch wehtun: In den letzten Tagen habe ich fassungslos mitverfolgt, was zu #Taksim in #Istanbul oder zur Räumung von #blockupy in Frankfurt getwittert wurde. In diesen Momenten wertschätze ich Twitter besonders.

6.)    Organisierst Du Tweetups bzw. nimmst Du daran teil?

Komischerweise waren die tweetups bisher nie da, wo ich gern twittern möchte 😉 Aber bei Gelegenheit werde ich bestimmt teilnehmen, so wie ich auch bei der #maitagung  „museums and the internet“ des LVR viel Spaß am regen Tweetaustausch hatte, ohne dass dies nun ein klassisches Tweetup war (hier gehts zu Tanja Neumanns storify dazu)

7.)    Wofür verwendest Du Twitter vorwiegend?

Um mich aus dem Alltagstrott hinaus zu reißen. Worüber diskutiert die Museumsszene in Kanada? Welche partizipativen Museumsprojekte gibt es in Afrika? Welche Strategien für Publikumsbeteiligung werden auf welcher Konferenz in den USA gerade entwickelt? Was beschäftigt die Migrantenselbstorganisationen, welche Themen entwickeln Blogger mit interkultureller Perspektive? Ich finde es superwichtig, deutsch-deutsche Sichtweisen zu erweitern.

8.)    Welche Gesamtnote von 1 – 6 würdest Du Twitter geben und wieso?

Ganz klar eine 1. Weil Twitter kickt. Oder anders gesagt: Wenn man das Leben als etwas sieht, dass ständig in Verhandlung ist, das unvermittelt zwischen verschiedenen Aspekten oszilliert und nur durch den, der all das wahrnimmt, eine Einheit erhält, dann ist Twitter das perfekte Symbol dafür.

9.)    Welche Tools nutzt Du mit welcher Hardware für Deine Aktivitäten auf Twitter?

Ich hatte da so ein koreanisches Subnotebook geschenkt bekommen… Außerdem hatte ich mir mit Zähneknirschen ein smartphone, ebenfalls von Samsung, gekauft, das  ich mit der twitter-app benutze und weiter verschenken werde, wenn endlich mein bestelltes fairphone da ist. Sieben Menschen in Amsterdam hatten die Idee, ein smartphone mit konfliktfreien Rohstoffen und zu möglichst fairen Arbeitsbedingungen herzustellen. Es fehlen noch exakt sechs Bestellungen, dann Update: Jetzt! kann das fairphone in Produktion gehen. Also ran!

Vielen Dank an Anke von Heyl für den Stöckchenwurf!
Ich gebe das #Btstöckchen nun weiter an @museums(t)raum und @jennifuchs, sowie ganz mutig an @ngc6544.

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